Geschichte der Gemeinde

Chronik der Evangelischen Kirchengemeinde Borsigwalde

1898 Eröffnung der Borsigwerke in Tegel. Die Brüder Ernst und Conrad von Borsig waren damit einverstanden, dass der neue Ortsteil ihren Namen tragen sollte: Borsigwalde
1900 Einweihung des Schulhauses Tietzstr. 26 – 28. Die ersten Gottesdienste für die Borsigwalder wurden in einem Klassenraum, später in der Aula von Pfarrer Metzner aus der Gemeinde Dalldorf- heute Alt-Wittenau – gehalten.
1907 bis Anfang 1922Pastor Wilhelm Weise.
Der sehr beliebte Pfarrer fördert die ehrenamtliche Arbeit: so
werden ein Jungmännerverein, ein Jungfrauenverein, die
Evangelische Frauenhilfe und eine Diakoniestation gegründet.
Schwester Minna Mallunat vom Paul-Gerhardt-Stift wurde die erste
Gemeindeschwester.
1909 Pfarrer Weise zieht in das neu errichtete Pfarrhaus.
Margot von Borsig läßt am Klinnerweg ein Kinderheim für die Kinder der
Mitarbeiter von Borsig errichten.
1922 Bis 1938 Pfarrer Hermann Glasomersky.
1925 Am 1. Oktober wird die Evangelische Kirchengemeinde Borsigwalde, deren Pfarrstelle bis dahin zu Alt-Wittenau gehört hatte, selbständig. Durch die Inflation nach dem Ersten Weltkrieg waren alle für den Bau einer Kirche gesammelten Spendengelder zunichte geworden.
1928 Einweihung der Notkirche. Der Bau war eine ehemalige Offiziersbaracke, die zu einer Kirche mit Konfirmandenraum und Sakristei umgestaltet worden war. Der Dachreiter erhielt drei Glocken.

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1932 Die Familie Borsig schenkt der Kirchengemeinde das Kinderheim mit dem dazugehörigen Grundstück.
1933 Die UFA schenkt der Gemeinde eine Kinoorgel, die wegen der Einführung des Tonfilms nicht mehr gebraucht wird.
1934 Die „Deutschen Christen“ können die Gemeinde nicht ganz in ihre Hand bekommen. Ein Teil der Gemeinde steht weiterhin zu Pfarrer Glasomersky.
1938 Bis 1954 Pfarrer Siegfried Beyerhaus. Er gehört der „Bekennenden Kirche“ an.
1943 Das Kinderheim brennt in einer Bombennacht vollständig aus. Der Kindergarten wird sofort im Pfarrhaus weitergeführt.
1945 Im April wird die Errichtung eines Notfriedhofes notwendig.
1954 Bis 1979 Pfarrer Gerhard Berthe.
1960 Das Adolf-Clarenbach-Haus und die Wilhelm-Weise-Kindertagesstätte werden eingeweiht.

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1962 Bis 1969 Pastor Herbert Köhler wird auf die neu gegründete
II. Pfarrstelle berufen.
1969 Bis 1972 Pfarrer Reinhard Schönfeld hat die II. Pfarrstelle inne.
Am 11. April 1969 wird in der Not- oder Holzkirche der letzte Gottesdienst gehalten und anschließend abgerissen. Am 8. November wird der Grundstein für die neue Kirche und das Gemeindezentrum gelegt.
1969 Am 11. April 1969 wird in der Not- oder Holzkirche der letzte Gottesdienst gehalten und anschließend abgerissen. Am 8. November wird der Grundstein für die neue Kirche und das Gemeindezentrum gelegt.
1970 Am 20. Dezember wird die neue Kirche eingeweiht.
1972 Bis 1983 Pastorin Anneliese Gogol hat die II. Pfarrstelle inne.
1973 Die Kirche erhält den Namen Gnade-Christi-Kirche, weil die Gemeinde es der Gnade Christi verdankt, dass sie nach 45 Jahren ihrer Selbständigkeit ein aus Stein gebautes Gotteshaus erhält. Einweihung der Noeske-Orgel, eine der größten im Kirchenkreis Reinickendorf.

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1979 Pfarrer Berthe geht in den Ruhestand.
1980 Bis 1996 Pfarrer Karl-Johann Rese wird sein Nachfolger in der I. Pfarrstelle.
1986 Bis 1989 Pastor Hartmut Lukas ist Inhaber der II. Pfarrstelle, die danach vom Konsistorium aufgehoben wird.
1996 Am 30. Juni geht Pfarrer Rese in den Ruhestand. Pfarrerin Barbara Gorgas übernimmt die Verwaltung der Amtsgeschäfte.
1998 Am 21. Juni wird Pfarrerin Gorgas in die Pfarrstelle eingeführt.
Die Gemeinde feiert ihr 75jähriges Bestehen. An- und Umbauten in der Kindertagesstätte – 90 Kinder haben nun genügend Platz.
2003 Borsigwalde feiert zum ersten Mal „Kiezfest“ rund um die Kirche.
2005 80 Jahre Evangelische Kirchengemeinde Borsigwalde.

 Zusammengestellt von Helga Roeske